Am Altweiberdonnerstag, den 19.02.2004, war es endlich wieder soweit. Der langersehnte Karneval 2004 stand vor der
Tür und die Jecken Checka-Werna, LautLeiseDJ, SMS-O um halb sechs in der Früh am Bahnhof Zoo bzw. Spandau. Sie
konnten es kaum erwarten in den Sonderzug nach Kölle zu steigen, um mit dem am Ostbahnhof bereits zugestiegenen
Peach das SektO-Frühstück einzunehmen. Leider verzögerte sich die planmäßige Ankunft um 10:30h
in der Karnevalshochburg. Diesmal jedoch war die Bahn im Gegensatz zu Peach, der über die Tickets verfügte,
pünktlich. Aufgrund der intensiven mehrmonatigen Gesanges-Vorbereitung ließ man sich davon aber nicht aus der
Ruhe bringen, nahm kurzerhand einen Zug später und ließ die Jecken Don-Fredo, Heckje, IllePille und Tulpe im
Crowne Plaza am Rudolphplatz in Köln in Ihren Zimmern warten. Als Corredores-Oktett verkleidet mischte man sich
dann am frühen Mittag unter die Leute. Natürlich nicht, ohne sich am nächsten Büdchen einige
Energiereserven anzulegen. Somit konnte die Innenstadt in regelmäßigen Abständen mit dem "El Torro! Donde
está el Torro!"-Kampfschrei und dem davon laufenden Oktett aufgemischt werden. Nach diversen Stationen stoppte man am
Alten Markt, um irgend einen Umzug anzuluuren. Hierbei wurde die Freundschaft mit einer laufenden Ampel geknüpft.
Nachdem der Zuch vorbeigezogen war, machte man sich sodann auf die Suche nach einer geeigneten Feier-Lokalität, ohne
an den Pizza-Mampfenden Heckje zu denken, der an dieser Stelle leider verloren ging (wahrscheinlich wurde dieser aufgrund
der hohen Nachfrage kurzfristig eingestellt). Selbst CheckaWerna hatte in dieser Situation nichts mehr gecheckt. Dies kann
aber daran gelegen haben, dass er bereits ziemlich früh das Früh als nächste Station ausgemacht hatte.
Unglücklicherweise ging alles so schnell, dass man auch noch LautLeiseDJ und Tulpe verlor. Somit blieb vom Oktett nur
noch ein Quintett übrig. Die kritische Masse, um im Früh bis spät einen bleibenden Eindruck als
Pizzabäcker-Azubi-Truppe zu hinterlassen, war eindeutig noch nicht unterschritten. Es konnte bis heute nicht
geklärt werden, woran es lag, dass immer wieder Leute auf einzelne Corredores zukamen und behaupteten, sich bereits
mit ihnen unterhalten zu haben. IllePille konnte mit seiner klaren Aussprache die Jeckinnen überzeugen.
Währendessen vergnügten sich LautLeiseDJ und Tulpe auf der Privat-Party von C&A. Dort sprang LautLeiseDJ auf
die Bühne, schnappte sich das Mikro, begrüßte und verabschiedete außerplanmäßig die
nächste MusikBand mit einem dreifachen "Kölle Alaaf".
Gegen Mitternacht zogen CheckaWerna, Don-Fredo, Peach (der noch immer seine Ampel unterm Arm trug) und SMS-O flott weiter
in die Flotte am Zülpicher Platz. Dort sang man sich die Kehle aus dem Hals und orderte fleißig Kölsch beim
Gladiator, bevor es zu früher Stunde weiter in den Stiefel ging, der letzten Station des Abends. Gegen 6h morgens stand
man dann im Crowne Plaza bei Don-Fredo und LautLeiseDJ vor der Tür im 7. Stock, um Ihnen ein feucht-fröhliches
"Guten Morgen" zu wünschen. Dabei entdeckten sie die Reste des 14,- Euro Burgers, den sich LautLeiseDJ nachts vom
Zimmerservice servieren lies. Anschließend konnten sie mit gutem Gewissen in die Tiefen des 3. Stocks herab- und in
die Betten von Peach und Heckje, der sich schon um 20h in der Tagesschau über die neuesten Nachrichten informierte,
steigen. Da es an diesem Abend im Hotel scheinbar ein Mangel an Bettdecken gab, mussten sich SMS-O und Peach eine teilen,
während Heckje hart blieb, so dass sich CheckaWerna mit dem Bademantel begnügen musste.
Am folgenden Freitag nutzte man einen der wenigen Vor- bzw. Nachmittage zum Vorbereiten auf das, was kommen sollte. Während sich CheckaWerna, Heckje und Peach im Wellnessbereich entspannten, brachte LautLeiseDJ seine völlig verdreckte weisse Corredores-Verkleidung in die Reinigung und Don-Fredo, der noch unter seinem TorontoJetLag litt, wie auch SMS-O schliefen den Schlaf der Gerechten. Nachmittags machte sich der Crowne Plaza Trupp ohne die noch immer schlafenden IllePille und Tulpe auf den Weg, die Kölner Innenstadt mit Peaches Flüstertüte zu verunsichern. Zur Stärkung deckte man sich beim nächstbesten HL-Markt mit SektO ein. Aufgrund der extrem langen Schlange an der Kasse, erweckte die Belegschaft den Eindruck ein wenig überfordert zu sein. Das konnte Don-Fredo nicht ertragen und rief sofort den Filialleiter, Herr Schüssler, per Flüstertüte aus. Da dieser sich nicht blicken lies, organisierte er sogleich lauthals eine Mitarbeiterin zur Eröffnung einer weiteren Kasse. Nach diversen Stopps an verschiedenen zu Straßentheken umfunktionierten Briefkästen bzw. Zeitungsautomaten, kulminierte der Nachmittag auf einer Karnevalstribüne in der Kölner Einkaufstrasse, als vorbeigehende Passanten mit selbstgedichteten Poemen unterhalten und mit den aufgeklebten Sitzplatznummern bewertet wurden.
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Kurz darauf traf man dann mit den beiden (Lang)Schläfern zusammen, um sodann gemeinsam am frühen Abend das Früh anzusteuern. Gegen MittagNacht zog es dann einen Teil nach Hause, während es CheckaWerna, Don-Fredo, Heckje, Peach und SMS-O wie am Vorabend zum Zül-Pichel Platz verschlug. In der Flotte, dem Gladiator bereits bestens bekannt, fand man auch flott 1 Tritt. Nach zahlreichen Zwischenstationen am Zül-Pichel Platz und noch mehr Hopfenkaltschorlen fanden auch CheckaWerna und SMS-O gegen 6h morgens Zugang zu ihren Betten. Natürlich nicht, ohne vorher noch Don-Fredo und LautLeiseDJ einen fröhlichen "Guten Morgen" gewünscht zu haben.
Es dauerte nicht lange, da musste man schon wieder aufstehen. Um ein wenig Zeit zu sparen, aß SMS-O seinen
Frühstücks-Apfel halbschlafend im Bett. Den Griebs legte er dann irgendwo in Bettnähe ab. Kurze Zeit
später stellte sich heraus, dass die Apfelrest-Ablage die aus dem Nachbarbett hervorragende Hand des noch schlafenden
CheckaWerna war. Aber auch Zimmer 708 war nicht untätig.
So stellte Don-Fredo fest, dass die Handtücher ausgegangen waren. Kurzerhand nahm er die Flüstertüte zur
Hand, öffnete die Zimmertür und bestellte lauthals ein frisches Zimmerset beim Zimmerservice. Schließlich
musste Don-Fredo sich nach den Strapazen für seine Sülkä, die sich für Samstag angesagt hatte, in
Schale werfen. Der Rest folgte der LinsenSuppenEinladung der Eltern von LautLeiseDJ und Peach nach Neuss, jedoch nicht ohne
dem zurückgebliebenen Don-Fredo noch den Auftrag zu erteilen, sich um frischen Sekt zu kümmern. Während sich
die anderen also bei Premiere und Fußball den Magen voll schlugen, stiefelte Don-Fredo zum nächsten Supermarkt
und kaufte einen kompletten Einkaufswagen mit ca. 30 Flaschen Sekt. Es ist bis heute ein Rätsel, wie er es schaffte,
den Wagen unbehelligt an der Rezeption des CrownePlaza vorbei zu mogeln und ins Zimmer zu transportieren. Gestärkt von
der ausgiebigen Verköstigung nach Mutters Art und auf dem aktuellen Stand der Bundesliga Ergebnisse traten die Neusser
LinsenSuppenJecken gegen 19:00 Uhr den Rückweg nach Kölle an. Da sich Peach nicht zurückhalten konnte, konnte
er sich beim Besteigen des Zuges nicht zurückhalten und stürzte in die nächste freie Service Einheit, sprich
Klo. Nach Verrichtung seines umfangreichen Millionen-Geschäftes stellte er fest, dass die Spülung defekt war. Das
sollte ihn weniger kümmern, als den bereits wartenden Fahrgast, der jede Warnung missachtete. Gegen 20:30 Uhr fand man
sich dann am Dom zusammen, um wenig später im Haxenhaus einzukehren. Dort floss dann 1 Meter Kölsch nach dem
anderen die Kehle herunter. Um MittagNacht trennte man sich dann. CheckaWerna, Don-Fredo und SMS-O zog es einmal mehr in die
Flotte, während es Tulpe und später auch IllePille mit seiner Bekanntschaft nach Hause zog. Der Rest verweilte
noch eine Weile. Gegen 6 Uhr in der Früh, lagen dann auch die Letzten im Bett.
Der Sonntag begann in gewohnter Art und Weise mit einem ausgiebigen SektFrühstück. Derart gestärkt konnte
die Abreise von IllePille, Sülka und Tulpe schnell verkraftet werden, so dass sich der leicht reduzierte JeckenTrupp
kurz darauf auf den Weg in die Innenstadt machte. Nach diversen Zwischenstationen und einem ausgiebigen Spaziergang durch
die Kölner Altstadt fand man sich völlig überraschend relativ früh im Früh wieder. Als sich gegen
MittagNacht die Früh'sche PartyGesellschaft aufzulösen drohte, ergriff SMS-O die Initiative und die
Flüstertüte. Per Lautsprecherdurchsage wurden alle Jecken aufgefordert flott in die Flotte zu folgen. Daher war
es auch nicht verwunderlich, dass die CorredoresJecken in der Folge immer wieder von Früh'schen Jecken erkannt wurden.
SMS-O wachte mit Peaches Matrosenmütze auf der Flott'schen Treppe, dass auch alles seine Ordnung hatte. CheckaWerna,
Don-Fredo und SMS-O beendeten den Abend gemeinsam mit dem äußerst spendablen Gladiator, der einen Meter nach
dem anderen bestellte, im Stiefel. Auf dem Nach-Hause-Weg sollte es dann passieren, beim Passieren einer Haustür. Sie
konnten Ihren Augen nicht glauben. Aber es war Realität. Der Karneval, genau wie der DFB-Pokal, hat seine eigenen
Gesetze. An der Tür klebte auf Kniehöhe eine schwarze reliefartige plastische Masse mit rauer Oberfläche,
die schon teilweise zu Boden geluafen war. Das war die beschissenste Haustür von allen Haustüren, die die Gruppe
in Kölle gesehen hat... Kurz darauf checkte man noch mal schnell in einer kleinen Pension ein und gleich wieder aus,
bevor die Nachbarn im Crowne Plaza gegen 7:30 Uhr unsanft mit einer Flüstertüte geweckt wurden.
Am Montag war es endlich soweit. Der Rosenmontagszug stand auf dem Program. Am Heumarkt traf man sich mit Golle, der Schwester von LautLeiseDJ und Peach. Da im Tagesverlauf allmählich der Sekt ausging, kaufte CheckaWerna in einer Kurzschlussreaktion den "guten Pott". Er hatte definitiv das beste Promille/Euro Verhältnis. Nachdem LautLeiseDJ zahlreiche Tüten mit Bonbons und Schokoriegeln gesammelt hatte, trat Don-Fredo am späten Nachmittag berufsbedingt die Abreise an. Am Abend ging es nach einer kleinen Pizza-Stärkung ein letztes Mal auf die Karnevalspiste...
Der Dienstag war geprägt von der Abreise. Trotzdem die Gruppe viel erlebt und sich an einiges gewöhnt hatte, fielen ihr am Empfang beim Empfang der Hotelrechnung 2 ominöse Posten für den Erwachsenenkanal auf. Es ist bis heute nicht geklärt, wer diesen Service wann beansprucht hat... Tja, während es Heckje wieder nach Aachen zog, diskutierten und sinnierten CheckaWerna, LautLeiseDJ, Peach und SMS-O im ICE nach Berlin erschöpft aber zufrieden über dieses ultimative Partyereignis.